ADI sucht immer wieder neue Wege, um mit Lehrkräften über Inklusion, Akzeptanz und den Umgang mit Behinderung ins Gespräch zu kommen. Gemeinsam mit dem Zentrum für Lehrerfortbildung (PISGA) in Tiberias wurde nun ein neues Projekt gestartet.
Das Besondere daran: Lehrkräfte aus Regelschulen und der Sonderpädagogik lernen gemeinsam. So entsteht ein Raum für echten Austausch, neue Perspektiven und gegenseitiges Verständnis.
Jeden Sonntag nehmen 70 engagierte Lehrerinnen und Lehrer online an Vorträgen von ADIs Initiative Tikkun Olam teil. Dabei geht es nicht nur um Theorie, sondern vor allem um Begegnung und persönliche Geschichten. Ziel ist es, Lehrkräfte darin zu stärken, Inklusion im Schulalltag wirklich zu leben.

In dieser Woche sprach Yaara Medan – die Tochter von Elisha Medan, der im „Iron Swords“-Krieg verletzt wurde. Offen und sehr berührend erzählte sie, was es bedeutet, als Tochter eines Menschen mit Behinderung aufzuwachsen. Sie sprach über Herausforderungen, über Zusammenhalt – und über die Kraft, andere anzunehmen, wie sie sind.
Die Reaktionen der Teilnehmenden waren überwältigend. Eine Lehrerin schrieb:
„Yaara, ich war tief bewegt von der Geschichte des Heldentums deines Vaters – und von deinem eigenen Mut und dem eurer Familie. Du hast so klar und eindrucksvoll gesprochen, dass man kein Wort verpassen konnte. Dafür danken wir dir von Herzen.“

Mit Tikkun Olam möchte ADI Empathie, Geduld und ein echtes Verständnis für Menschen mit Behinderung fördern. Durch Bildung, persönliche Begegnungen und praktische Erfahrungen verändert das Programm den Blick auf Behinderung – und stärkt junge Menschen darin, Verantwortung zu übernehmen und eine inklusivere Gesellschaft mitzugestalten.
