Beim diesjährigen „Make the Change Challenge“ von ADI, einem Wettbewerb für barrierefreies Design, überzeugten Charlie Sobelman und Alice Dunn aus Massachusetts mit einer innovativen Idee: „The Confidence Patch“, ein dekoratives und funktionales Pflaster, das Ernährungssonden sichert und Kindern mit Dysphagie (Schluckstörung) mehr Selbstbewusstsein gibt.
Der von ADI anlässlich des Jewish Disability Awareness, Acceptance and Inclusion Month (JDAIM) initiierte Wettbewerb soll junge Menschen motivieren, mit „selbstlosem STEM“ (Wissenschaft, Technik, Ingenieurwesen und Mathematik) Barrieren für Menschen mit Behinderungen abzubauen.
Die beiden Sechstklässlerinnen der Epstein Hillel School entwarfen ein flexibles, wasserfestes und hautfreundliches Pflaster aus medizinischem Material, das bis zu fünf Tage hält. Inspiriert von bunten Kinderpflastern gestalteten sie verschiedene Designs, um den Trägern ein positives Gefühl zu vermitteln.
„Wir haben eine Doku über Dysphagie gesehen und waren schockiert, dass manche Menschen überhaupt nicht schlucken können. Also wollten wir Kindern mit Ernährungssonden helfen, sich wohler zu fühlen“, erklärten die jungen Erfinder.
Statt fertige Prototypen zu entwickeln, sollten die Teilnehmer überzeugende Präsentationen ihrer Ideen erstellen. Sobelman und Dunn gingen jedoch einen Schritt weiter und stellten zusätzlich ein erstes Modell ihres Konzepts vor.

„Die Zukunft ist so viel heller, wenn junge Menschen lernen, inklusiver zu denken“, sagte Amy Gold, Leiterin der Epstein Hillel School. „Wenn mehr Kinder so aufwachsen würden, wäre die Welt ein viel mitfühlenderer Ort.“
ADI’s Nordamerika-Direktor Elie Klein betonte, dass Programme wie ADI Bechinuch junge Menschen dazu inspirieren, echte Veränderungen herbeizuführen. „Alice und Charlie haben gezeigt, was möglich ist, wenn wir junge jüdische Führungskräfte ermutigen, sich mit gesellschaftlichen Herausforderungen wie Barrierefreiheit auseinanderzusetzen.“
Fast 50 jüdische Schulen in Nordamerika, darunter viele von JNF-USA, nutzten in diesem Jahr die ADI Bechinuch-Programme mit interaktiven Lernaktivitäten, virtuellen Touren und dem STEM-Wettbewerb.
Ende Februar präsentierten die fünf besten Finalisten ihre Projekte einer Jury aus Reha-Experten, Design-Spezialisten und Innovationsjournalisten. Nach inspirierenden Gesprächen wurden Dunn und Sobelman offiziell als Gewinner gekrönt und erhielten das $1.000-Preisgeld, gespendet vom Avraham und Esther Klein Young Entrepreneurs Fund.
Doch der wahre Gewinn liegt weit über den Wettbewerb hinaus: ADI fördert nicht nur Inklusion, sondern schult die nächste Generation darin, mitfühlend zu denken und innovative Lösungen für Menschen mit Behinderungen zu entwickeln. Diese jungen Köpfe sind es, die mit ihren Ideen Barrieren abbauen und die Welt zu einem besseren, zugänglicheren Ort machen.
