Samantha Cox, eine erfahrene Ergotherapeutin aus Birmingham, England, verbringt ihre Arbeitstage normalerweise in einem Kinderheim. Doch in diesem Winter zog es sie nach Israel, um im Kaylie Rehabilitation Medical Center von ADI Negev-Nahalat Eran als Freiwillige zu helfen – eine Entscheidung, die tief in der Geschichte ihrer Familie verwurzelt ist.

Ihr Großvater, Alfred „Jock“ Anderson, war in den 1940er Jahren Berufssoldat der britischen Armee. Während des Zweiten Weltkriegs erlebte er die Befreiung eines nationalsozialistischen Konzentrationslagers und wurde später nach Palästina entsandt. Dort war es seine Aufgabe, jüdische Siedlungen nach versteckten Waffen zu durchsuchen. Doch schnell erkannte er, dass diese Waffen für das Überleben der jüdischen Gemeinschaft unerlässlich waren – und entschied sich, beide Augen zuzudrücken, wenn ihm etwas Verdächtiges auffiel.
Diese besondere Verbindung zum jüdischen Volk und zum Land Israel hat Samantha geprägt. Als sie von der angespannten Lage hörte, wusste sie sofort: Sie möchte helfen. Angesichts der hohen Nachfrage nach Ergotherapeuten und vieler Mitarbeitender, die zum Reservedienst eingezogen wurden, war ihr klar, dass jede helfende Hand zählt.

„In England fühle ich mich als überzeugte Zionistin oft allein. Doch hier bin ich Teil einer Gemeinschaft – das macht mich unendlich glücklich“, erzählt Samantha. „In diesem besonderen Dorf spielen Sprache, Kultur oder Religion keine Rolle. Hier sind wir einfach Menschen, verbunden durch Mitgefühl und Nächstenliebe. Ich liebe Israel, ADI Negev-Nahalat Eran und alles, wofür sie stehen.“
