In dieser Woche veranstaltete ADI Jerusalem ein praxisorientiertes Fachseminar für Therapeut*innen der Krankenkasse Meuhedet, die für die Genehmigung von Anträgen auf Spezialanpassungen im Bereich Sitzversorgung zuständig sind. Ziel des Treffens war es, die interdisziplinäre Zusammenarbeit zu stärken und ein besseres Verständnis für die besonderen Bedürfnisse von Kindern mit schweren Mehrfachbehinderungen zu schaffen.
Teilgenommen haben Physio- und Ergotherapeut*innen aus Jerusalem und dem Umland. Viele von ihnen berichteten, dass sie im Berufsalltag schwerbehinderten Menschen nur selten begegnen und die Veranstaltung bei ADI daher den fachlichen und menschlichen Horizont der Teilnehmenden erweiterte.
Den inhaltlichen Rahmen gestalteten die erfahrenen ADI-Fachkräfte Ruthie Perry, leitende Physiotherapeutin und Leiterin des Rehabilitationsbereichs, sowie Renana Hochstein, Leiterin der Ergotherapie. Der Tag begann mit einer geführten Tour durch das Rehabilitationszentrum von ADI Jerusalem. Die Teilnehmer*innen erhielten dabei einen Einblick in die unterschiedlichen Abteilungen und hatten die Möglichkeit, mit Bewohner*innen und Schüler*innen von ADI in Kontakt zu treten.
Ein Vortrag von Oberschwester Ricky Froelich bot weitere Einblicke in die komplexen medizinischen Herausforderungen der Bewohner*innen und betonte die hohe fachliche Kompetenz, die im rehabilitativen Alltag bei ADI notwendig ist. In den anschließenden Arbeitseinheiten wurden reale Fallbeispiele besprochen und gemeinsam Lösungen für wiederkehrende Herausforderungen in der Versorgung erarbeitet.
Die Rückmeldungen der Teilnehmer*innen waren durchweg positiv – viele zeigten sich inspiriert und nahmen neue Perspektiven und praktische Ansätze für ihre Arbeit im häuslichen und ambulanten Bereich mit nach Hause.
ADI Jerusalem sieht in der Zusammenarbeit mit den Krankenkassen einen wichtigen Baustein für eine effektive und ganzheitliche Versorgung. Durch gegenseitigen Austausch und ein vertieftes Verständnis können gemeinsam bessere, schnellere und individuellere Hilfsmittelversorgungen für Kinder und Erwachsene mit schweren Behinderungen realisiert werden – sowohl innerhalb von ADI als auch in der breiteren Gemeinschaft.
