Im Rahmen ihres innovativen Kurses „Mensch und Medizin“ besuchte eine Gruppe von Medizinstudierenden im dritten Studienjahr der Hebräischen Universität Jerusalem kürzlich das Rehabilitationszentrum ADI Jerusalem. Ziel dieses besonderen Programms ist es, den angehenden Ärztinnen und Ärzten ein tieferes Verständnis für unterschiedliche Lebensrealitäten und Gemeinschaften zu vermitteln – eine wichtige Grundlage für eine empathische und ganzheitliche medizinische Praxis.

Während ihres Besuchs erhielten die Studierenden eine eindrucksvolle Einführung in medizinethische Fragestellungen durch einen Vortrag von Ricky Froelich, der Pflegedirektorin von ADI. Darüber hinaus konnten sie die verschiedenen Bereiche der Einrichtung besichtigen und aktiv an Unterrichtseinheiten mit ADI-Bewohnerinnen und -Bewohnern teilnehmen. So erhielten sie direkte Einblicke in die inklusive Bildungs- und Betreuungsarbeit vor Ort.
Die Reaktionen der Studierenden fielen durchweg positiv aus. Viele zeigten sich tief beeindruckt vom Optimismus, der bei ADI spürbar ist – von dem festen Glauben daran, dass jeder Mensch, unabhängig von seinen Fähigkeiten, wachsen und sich entfalten kann. Besonders hervorgehoben wurde die außergewöhnliche Hingabe des Teams, das jede Bewohnerin und jeden Bewohner individuell begleitet und fördert. Eine Studentin sprach von einem deutlichen Unterschied zur herkömmlichen Bildungslandschaft und äußerte den Wunsch, dass mehr Menschen die Chance bekommen sollten, eine Einrichtung wie ADI kennenzulernen.
Für ADI ist es eine große Ehre – und zugleich eine Verpflichtung –, junge Medizinerinnen und Mediziner für das Thema Inklusion zu sensibilisieren. Denn nur wenn wir den Wert und das Potenzial jedes Menschen anerkennen, schaffen wir eine Gesellschaft, in der alle ein erfülltes und selbstbestimmtes Leben führen können – ganz gleich, mit welchen Herausforderungen sie konfrontiert sind.
