Israelisches Hilfsprojekt bringt Hoffnung trotz Gaza-Krieg

alternative article screenshot

Im Fokus steht bei ADI der Mensch und nicht die Zugehörigkeit zu einer Religion oder gesellschaftlichen Gruppe. Vortrag in Unterbergen am 2. November.

Von Eva Weizenegger

ADI – das sind zwei Einrichtungen für Menschen mit schwersten Behinderungen und in Rehabilitation in Israel. Eine Einrichtung ist in Jerusalem (ADI Jerusalem) und eine bei Ofakim in der Negev (ADI Negev-Nahalat Eran). „Aber ADI – das ist so viel mehr als nur zwei Einrichtungen“, sagt Dina Rahamim. Sie wird die Idee und die Einrichtung am Sonntag, 2. November, um 19 Uhr in der Stadluni in Unterbergen vorstellen.

Religion spielt bei ADI keine Rolle

„Israel hat derzeit in Europa mit vielen Vorurteilen zu kämpfen“, sagt Rahamim. Doch ADI wurde von Eltern gegründet, die etwas Besseres für ihre eigenen Kinder mit schwersten multiplen Behinderungen wollten. Es wurden Zufluchtsorte für diejenigen, die so akzeptiert werden, wie sie sind – und gefördert und geliebt werden, ohne Wenn und Aber. „Da spielt auch die Religion keine Rolle“, sagt Rahamim. Ob Patient oder Mitarbeiter, unabhängig von Behinderungsart oder Grad, unabhängig von Religion oder Überzeugungen. „ADI sieht den inneren Wert eines Menschen, alles andere lassen wir vor der Tür.“

Die beiden Einrichtungen bieten Therapien und individualisierte Pflege für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. „Ob sie nun bei uns wohnen (über 260) oder als Externe (knapp 220) für unser rehabilitatives Tagesprogramm kommen.“

Für Zivilisten und Soldaten aus dem Süden bietet das Kaylie-Rehakrankenhaus in ADI Negev-Nahalat Eran die ideale Lösung. Jährlich profitieren rund 470 Patienten von den Behandlungen und hoch qualifizierten Ärzten und Therapeuten.

Seit dem 7. Oktober 2023 hat ADI noch mehr Initiative gezeigt: Die Programme Merchavim Lanefesh (deut.: Räume zur Erholung) – Gruppentherapien für Kinder mit posttraumatischer Belastungsstörung aus der Gaza-nahen Umgebung – und Mistaarim al HaChaim (deut.: Zurück ins Leben stürmen) – Betreuung von Soldaten und ihren Familien, sowie Berufsumorientierung, um den Übergang in den Alltag zu erleichtern. „Sogar während des Krieges mit dem Iran haben wir ohne zu zögern rund 25 Reha-Patienten des Soroka-Krankenhauses in Beer Sheva aufgenommen, das direkt von einer iranischen Rakete getroffen wurde.“

Auch Deutsche sind ehrenamtlich bei ADI aktiv

Auch Freiwillige aus Deutschland kommen über den Kooperationspartner „Dienste in Israel“ jedes Jahr nach ADI Jerusalem. „Bisher gab es darunter nur zwei Bayern, aber diese haben sie als umso begeisterter gezeigt: Obwohl sie längst zu Hause sind, kommen sie immer wieder nach Israel, wobei ein Besuch von ADI nicht fehlen darf.“

Der Vortrag von Dina Rahamim mit Diskussionsrunde findet am Sonntag, 2. November, ab 19 Uhr in der Stadluni in Unterbergen im Rahmen von Paarkult statt. Anmeldung und weitere Informationen unter info@paarkult.de

Der Originalartikel wurde in der Friedberger Allgemeinen, einer Lokalausgabe der Augsburger Allgemeinen am 26.10.2025 veröffentlicht. Hier gehts zur Webseite.

ADI
Datenschutz-Übersicht

Diese Website verwendet Cookies, damit wir dir die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in deinem Browser gespeichert und führen Funktionen aus, wie das Wiedererkennen von dir, wenn du auf unsere Website zurückkehrst, und hilft unserem Team zu verstehen, welche Abschnitte der Website für dich am interessantesten und nützlichsten sind.